Tag 1 – Papa Tochter Zeit

Meine Tochter begleitet mich nun schon über 6 Jahre und ihr Lächeln beim Abholen aus dem Kindergarten lässt mich immer wieder dahin schmelzen. 🙂 Nur ist es zu schade, dass dieser Moment zu selten ist, weil einem die berufliche Verpflichtung immer wieder überholt.

Aber beginnen wir am Anfang: Mein Job im Bereich Marketing gefällt mir, lastet mich aus, fordert mich und lässt mir einen enormen Handlungsspielraum.  Ich bin gerne im Namen der Firma unterwegs und versuche mit jeder Aktion, das Unternehmen weiter voran zu treiben. Mal ist es leichter, mal ist es anstengender. Es ist schön zu sehen, wie die Früchte der Saat langsam heran wachsen und man mit seinen Entscheidungen im Berufsleben doch recht erfolgreich ist. Jedoch auf welche Kosten? Zu oft erreicht man das gemeinsame Abendbrot der Familie nur noch mit Mühe. Reagiert zeitweise gestresst auf unangenehme Fragen des Krümels und muss nach einer guten Stunde schon die Gute-Nacht-Geschichte vorlesen. Die eigenen Hobbys fallen dazu auch oft herunter.

Da ist es manchmal schwer, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Freizeit, Familie, Beruf und Freude zu erreichen. Daher genieße ich die kleinen Momente, wenn sie auch zu selten sind, meinen Krümel aus der Kita abzuholen. Mit einem breiten Lächeln. Einem leckeren Eis dazu. Dabei überholt mich immer wieder der Gedanke: „Mach‘ es doch nächste Woche wieder!‘ Und das versuche ich nun – wenn auch stümperhaft und nur mit kleinen Hilfsmitteln (bspw. ein Kalendereintrag erinnert mich frühzeitig daran). Aber nur so erlebe ich meinen Krümel, meine Frau – meine Familie.