Tag 3 – Rumtasting

Ein Genuss. Erst recht mit Freunden. Mit Zeit. Toll!

Heute war es nun soweit: Ich durfte mein Geschenk vom Weihnachtsmann einlösen. Ein Rumtasting! Delicios! Sicher wird der ein oder andere die Stirn runzeln und sich fragen, was daran so interessant ist. Genuss ist für jeden ein anderer Baustein. Und bei mir ist es keine Schokolade, jedenfalls nichts derart Süßes.;-)

Angefangen hat die Rumliebe eigentlich mit der Tatsache, dass die Cola in der Cuba-Libre irgendwann störte. Der Cola-Bauch wuchs und irgendwie verlor ich den Genuss an dem Getränk. Daher probierte ich den Rum einfach mal direkt. Zunächst scheußlich! Havanna pur ist nicht zwingend lecker. Aber dennoch erwischte es mich, und ich wollte mehr von dem Getränk wissen. Wo kommt es her? Wie schmecken andere Sorten? Was bedeutet die Farbe? Warum schmeckt mancher Rum nur nach Alkohol? All diese Fragen schwirten umher und irgendwie wollte ich sie lösen.

Zunächst bestellte ich blind zwei Flaschen Rum: Einen Botucal Reserva und eine Flasche Legendario Elixir. Das waren für mich Glücksgriffe, denn die beiden Sorten sind relativ aromatisch, haben eine angenehme Süße und kosten kein Vermögen (~ 25 – 30 €). Nun war ich heiß auf mehr. Die Welt bietet ja so viele Möglichkeiten, dass man eigentlich jeden Tag einen neuen Rum kosten könnte. Ob die Leber da aber mitmacht? 😉

Jedenfalls probierte ich weiter und konnte vor zwei Jahren bspw. einen leckeren Rum-Adventskalender als mein eigen nennen. Eine grandiose Idee, bei der 24 Tage immer wieder ein neuer Rum vorgestellt wurde. So konnte man von Klassikern aus Jamaika auch Rum-Sorten aus bspw. Indien oder Südafrika kosten. Der Geschmack überzeugte zwar nicht immer, aber es war fast jeden Abend immer wieder aufregend.

Und nun gab es vom Weihnachtsmann ein Rumtasting im Bottle & Pipe geschenkt. Echt lecker! Und dazu noch viel besser, wenn ein guter Freund dabei ist. Und heute war der Moment des Einlösen. Pünktlich um 19:30 Uhr ging es los. Stand-Up-Tasting. Belebt, abwechslungsreich und effizient. Mit weiteren 18 Rum-willigen Tastern konnten wir 7 verschiedene Sorten an Rum, Rhum bzw. Ron kosten. Den ein oder anderen Schatz kannten wir natürlich schon, was uns immer wieder bestätigt, bspw. am Don Papa dran zu bleiben. Es war aber zugleich schön, neben dem 7-jährigen Don Papa auch den 10-jährigen Don Papa sowie die Deluxe-Variante kennenlernen zu können.

Auch wenn mich nicht jeder überzeugte, für den Gaumen war es eine Wohltat, die verschiedenen Geschmäcker zu kosten. Angefangen von Schokolade, Pfirsich, Lebkuchen, Wald, Gras, Marzipan und Schnaps war alles dabei.

Was ich mitnehme: Der mexikanische El Ron Prohibido ist mal verlockend. Bald wird es mal wieder einen Anlass geben. 🙂 Es war sehr unterhaltsam, aufschlussreich und dazu hat es Spaß gemacht. Also ein gelungener Abend. Danke!

P.S. Danke an meine Weihnachtsfrau.