Tag x – Tag x

Nun sind es 4 Jahre. 4 Jahre rauchfrei! Und ich feier es immer noch. 😀

Das Aufhören war damals schon kurios: Gemeinsam mit dem vierten Versuch des Buchs: „Endlich Nichtraucher“, kombiniert mit einer bevorstehenden Weisheitszahnop und dem Versuch des Nacheiferns meiner Tochter auf dem Balkon mit dem Satz: „Papa, ich auch“ hatte ich es nach gut einer Woche mit einer dicken Backe (4 Weisheitszähne auf einmal waren wohl doch etwas zu viel) geschafft. Ich war frei. Jedenfalls dachte ich das in den ersten Wochen.

Voller Motivation mit einem breiten Grinsen vergingen die Tage. Und sofern man gut zu tun hatte, blieb nie der Moment, einen Gedanken an das Rauchen zu hegen. Nur kamen zwischen Arbeit, Familie und Freunden auch entspannte Zeiten, in denen man kaum wusste, wohin mit sich. Ich musste das Nichtrauchen erstmal lernen. Zuvor war es normal, dass man eine Pause beim Arbeiten einlegte und diese mit Kollegen und einer Pall Mall verbrachte. Nun stand ich da, die Kollegen pafften und schauten, nur des kollegialen Miteinander wegen, freundlich rüber. Insgeheim stört ich die alte Clique. Nur was sollte ich in der Pause anstelle tun? Ebenso nach dem Essen? Immer ein kurzer Verdauerlie würde der Leber nicht gut tun. Somit musste man schnell den Gewohnheiten trotzen, bzw. es erstmal lernen, dass nun Zeit zur Verfügung steht.

Schnell geschaltet, nutze ich die neu gewonnene Zeit zur Anmeldung beim CrossFit. Nach den ersten, sehr schweren Trainingseinheiten im KraftCombinat hatte ich zwar schnell die Schnappsidee, dass die Zigarette nicht so anstrengend sei, jedoch überzeugte mich der preisliche und gesundheitliche Gedanke. So tauschte ich eine Sucht gegen eine neu gewonnen Sucht. Ich glaube, ein fairer Deal.